Jackson JS32 Kelly W/FR BK

Die Jackson Kelly ist eine Variation der Explorer Form und wurde vor allem durch Marty Friedman’s einsatz bei Megadeath bekannt. Mit ihren geschwungenen Konturen und spitzen Hörnern setzt die JS32 schon optisch ein Statement, welche Musikalische Richtung bei ihr Programm ist. Der Korpus aus indischem Zederholz ist mit einem flachen Ahornhals verschraubt. Auf dessen Palisandergriffbrett mit den Jackson typischen Sharkfin Inlays finden 24 sauber entgratete Bünde Platz. Der Cutaway am unteren Korpushorn ist tief ausgefräst und die oberen Bundlagen sind gut erreichbar. Die Halstasche ist passgenau ausgefräst und zeigt keinerlei Spiel zwischen Hals und Korpus. Das kommt dem Ton zu Gute.

Die Gitarre hängt, dank gewichtigem Korpus Heck etwas Kopflastig am Gurt. Wer hiergegen etwas tun will kann einen rauhen Ledergurt benutzen, die etwas griffiger sind und weniger auf der Schulter hin und her rutschen, oder seinen Nylongurt mit etwas Gaffa Tape im Schulterbereich umwickeln. Am Verstärker (Peavey Valve King 112) zeigt die Jackson was im Bereich von 400€ in Sachen Metal geht. No Name oder Hausmarken Pickups sind meist das erste bei dem der potenzielle Gitarrenkäufer die Nase rümpft, aber hier hat sich auch bei Jackson einiges getan. Die beiden CVR2 Humbucker werden über einen 3-Wegschalter in der Nähe des Tremolos angewählt und machen ein Metal Brett wie es sein soll. Ich spiele immer gerne „Cemetary Gates“ von Pantera, sozusagen als Heavy Metal TÜV für solche Gitarren. Das Cleane Intro kommt sauber und der Klang ist nicht so drückend wie es bei vielen doppel Humbucker Gitarren dieser Kategorie der Fall ist. Die Riffs sind amtlich und haben gute Attack wie auch einen nicht matschigen Sound. Beim Solo wechsel ich auf den Hals Humbucker und auch hier ist alles stimmig. Fetter Sound und jeder Anschlag deutlich akzentuiert. Das Tremolo arbeitet über weite Strecken verstimmungsfrei, doch trotz Wechsel der Werksbesaitung muss ich hin und wieder über die Justierschrauben der Gitarre wieder zum richtigen Sound verhelfen. Auch sind die Saitenraiter etwas nervig konstruiert und die Hand liegt nicht so angenehm auf wie beispielsweise den Tremolos von Ibanez. Gewöhnungssache.

Fazit: Sehr schöne Alternative zur ESP EX 50 mit Tremolo. Wie die meisten Explorer kämpft auch die JS32 Kelly mit einer gewissen Kopflastigkeit, bietet aber Soundtechnisch viel Heavy Metal und eine gute Verarbeitung für die Preisklasse unter 400€

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