Ibanez RG2228-GK

Mit der RG 2228-GK hat Ibanez 2007 die erste Serienproduzierte 8-Saiter auf den Markt gebracht. Da sich das Konzept nicht nur bei Größen der Musikszene wie Dino Cazares oder Stephen Carpenter großer Beliebtheit erfreut wollen wir das 8 Saiten Monster heute mal genauer unter die Lupe nehmen. Der geschraubte Ahornhals ist flach, sehr flach und unterstützt somit die Speed-Fraktion in gewohnter Ibanez Manier. Um bei soviel Saitenzug noch optimale Stabilität zu gewährleisten hat Ibanez noch zwei dunkle Wenge Holz Streifen spendiert, die den somit 5-teiligen Hals zusätzlich unterstützen. Auf einem flachen Plaisander Griffbrett mit einfachen Dot Einlagen finden insg. 24 sauber verarbeitete Bünde Platz. Der Lindenkorpus glitzert unaufdringlich im geschmackvollen Galaxy Black und zeichnet sich durch einen Comfort Cut auf der Rückseite aus, welcher für den nötigen Tragekomfort sorgt. An den beiden Seiten der Kopfplatte finden jeweils 4 Stimmmechaniken Platz und am Steg werden die Saiten zusätzlich durch locking nuts fixiert. Die beiden Massiven EMG808 Humbucker werden über einen 3-Weg Schalter angewählt und mit einem Master Volume und einem Master Tone Poti geregelt. Hinten sorgt die Fixed Edge III-8 Bridge mit 8 Feintune Schrauben für den nötigen Saitenhalt und die richtige Stimmung.

Jetz aber schnell an den Amp (Peaey Valve King 100 und Roland Cube 30) und losgebrettert! Wie bei einem Instrument dieser Klasse zu erwarten war, macht die RG 2228GK keine Kompromisse in Sachen Zerrkanal. Die tiefe F# Saite donnert gewaltig über den Bridge EMG und erlaubt ein Riffgewitter der extrabösen Klasse. Die Ibanez klingt auch bei sehr viel Gain weder matschig noch undifferenziert, sondern bleibt dynamisch und aggressiv. Was man sonst nur auf einer „normalen“ Gitarre mit 13er Saiten und 81er EMG in Sachen ultratiefe Sounds bewerkstelligen kann ist hier Standardprogramm. Zugegeben ist es für einen Neuling in Sachen 8-Saiter sicherlich erstmal absolutes Neuland mit einem solch gewaltigen Griffbrett klarzukommen, aber die ersten Gehversuche machen sehr viel Spaß und man gewöhnt sich schnell daran. Der Halspickup spricht eine Andere Sprache und weicht trozdem nicht vom Tenor des Bridge EMG ab. Schnelle Soli kommen fett und klar aus dem Speaker und selbst der schmatzige Anschlag geht bei hohen Zerrgraden nicht verloren. Die RG 2228GK hat ordentlich Sustain und mit etwas Echo im Gepäck macht das solieren gleich doppelt Spaß.

Die Zerreißprobe für eine solch heavy klingende Gitarre ist und bleibt der Clean Kanal und auch hier überzeugt die Gitarre auf ganzer Linie. Von glasklar bis jazzig muffig (bei etwas zugedrehtem Tone Poti) wird die 2228 allen Ansprüchen an Cleanen Sounds für ein Instrument dieser Preisklasse gerecht. Streckenweise vll. aufgrund der starken Pickups etwas zu knackig und laut, was sich aber durch einen gut eingestellten Clean Kanal schnell beheben lässt.

Fazit:
Nicht nur die erste Massentaugliche 8 Saiter, sondern auch die wohl derzeitige Referenz in diesem Sektor. Die RG 2228-GK von Ibanez erfüllt alle Ansprüche, die man an ein solches Instrument stellen kann. Sie überzeugt mit einer durchdachten Konzeption, erstklassigen Materialen und -nicht zuletzt- einem Monstersound. Wer eine Bühnen- und Studiotaugliche 8-Saiter sucht, die nicht nur Metal kann, investiert bei der Ibanez RG 2228-Gk absolut richtig und erhält einen Luxus Hartschalenkoffer sowie einen Ibanez Gurt gleich kostenlos dazu.

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