Blackheart Little Giant BH5H

Der kleine Röhrenamp mit dem dicken Sound. Blackheart Amps sind bewusst auf niedrigen Wattzahlen gehalten, damit man die volle Endstufenzerre bei erträglichem Lautstärkepegel erreicht. So auch der BH5H Little Giant BH5H. Mit seinen 9,5kg zählt das Topteil zu den Fliegengewichten. Wer schon mal einen Meesa Boogie Dual Rectifier durch die Gegend schleifen musste, wird dies zu schätzen wissen. Der Little Giant lässt sich bei Bedarf über einen Toggle Switch von 5 Watt auf 3 Watt runterbremsen, was Endstufenzerre bei erträglicher Lautstärke ermöglicht. Die Nachbarn lassen sich trozdem mit dem Minitopteil ärgern, denn 5 Röhrenwatt sind eben lauter als 5 Transistorwatt. Über 4 sog. Chickenhead Potis lassen sich die Master Lautstärke, Höhen, Mitten und Bässe regeln. Die Potis komplettieren den Vintage Look des Verstärkers und auch das Logo gibt schon einen Hinweis darauf, wo der Little Giant musikalisch zu Hause ist. Auf der Rückseite befinden sich jeweils zwei 4 Ohm und zwei 8 Ohm Ausgangsbuchsen soweie eine mit 16 Ohm für den Anschluss an eine oder zwei Cabinet Boxen. Im Innenleben des Blackheart sorgen eine 12AX7 Vorstufenröhre und eine EL84 Endstufenröhre für den richtigen Sounds.

Den Amp schließlich mit meiner Frankenstein Strat verkabelt und 5 Minuten zum Vorglühen gegeben schalte ich den Amp zunächst von 5 auf 3 Watt runter. Hierbei entsteht ein ziemlich lauter Knacksound… ein kleiner Schönheitsfehler, aber bei der Preiskategorie zu verschmerzen, zumal man den Amp ja (im Normalfall) nicht ständig umschaltet. Auf den ersten Lautstärkemetern kommt der Blackheart durchaus Clean über meine Strat, bei etwas mehr Volume macht sich aber ein deutliches Ancrunchen bemerkbar. Dies ist auch mit 5 Watt der Fall. Volume Poti halb aufgerissen überrascht der Amp durch eine amtliche Lautstärke (Habe den Little Giant an die Marshall 1960 Box unseres 2. Gitarristen gehängt – danke Andy ;)). Rock Riffs kommen mit authentischem Röhrensound und klingen von heiß und aggressiv über den Fast Track 2 in Bridge Position bis hin zu glockig und warm über den Dimarzio Cruiser in Neck Position. Der Zerrgrad bleibt im Rockigen Crunch auch wenn das Volume Poti weiter als Mitte aufgedreht wird (wobei der Amp langsam aber sicher sehr laut wird). Für Freunde des Schwermetall ist der Little Giant sicher etwas zu „brav“, aber der ambitionierte Rockgitarrist ist mit diesem Topteil bestens beraten.

Fazit: Preiswertes Rock Röhrentopteil, das trotz niedriger Wattzahlen auch im Bandkontext durchsetzungsfähig ist.

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