Rosten von Gitarrensaiten verhindern

Angerostete Gitarrensaiten vermitteln ein schlechtes Spielgefühl und produzieren minderwertigen Klang. Eine verräterische schwarze Saitenfarbe signalisiert Rost ganz klar, der auch unansehnliche Streifen auf den Fingern hinterlässt.

Warum rosten Saiten überhaupt?

gitarrensaiten rostBeim Spielen gelangen Hautpartikel und Schweiß auf die Oberflächen der Saiten. Schweiß und die abgeriebenen Körperzellen enthalten Wasser, über das der Sauerstoff der Umgebungsluft den Saitenstahl oxidiert. Das Produkt dieser Korrosion ist der wohlbekannte Rost, der sich bereits in wenigen Tagen bildet.

Auch Luftfeuchte fördert Saitenkorrosion. Dem wirkt eine trockene Lagerung von Gitarren und Ersatzsaiten entgegen. Tatsächlich verzögert häufiges Lüften und gutes Heizen die Saitenoxidation spürbar in Wohnungen mit hoher Luftfeuchte. Dort helfen auch Luftentfeuchter.

Pflege der Gitarrensaiten

Hauptsächlich empfiehlt sich die Pflege der Saiten sofort nach ihrem Gebrauch. Dazu entfernen wir Schweiß und Hautablagerungen, wodurch Saiten deutlich langsamer verschleißen. Bessere Saiten schonen auch die Bundstäbchen: Ohne Rost und Ablagerungen schmirgeln glattere Saiten die empfindlichen Bundstäbchen langsamer ab. Also erhält gute Saitenreinigung den Wert der Gitarre.

Spieler mit besonders feuchten Händen oder aggressiverem Schweiß vernachlässigen die direkte Pflege besser nie. Zudem trocknen sie ihre Hände auch öfter zwischen Stücken und reinigen die Saiten besonders gründlich nach jedem Gebrauch.

Zur schnellen Reinigung unmittelbar nach jedem Spielen empfehlen sich Mikrofasertücher. Auch ohne intensive Reinigung verzögert dies stärkere Oxidation um etwa ein bis zwei Monate.

Zur aufwendigen Reinigung von Saiten hingegen bietet der Handel viele Produkte. Tatsächlich eignen sich auch Mittel zum Fensterputzen, um Schweiß und Partikel von Saiten zu entfernen. Dazu benetzen wir ein griffiges Tuch mit Reiniger. Dann wickeln wir den Stoff um eine Saite und reiben sie in ganzer Länge ab. Gegebenenfalls wiederholen wir diesen Ablauf, bis sich keine schwarzen Streifen mehr im Tuch finden. Danach reiben wir die Saite mit einem weichen trockenen Tuch nach und entfernen so den Reiniger.

Musikgeschäfte bieten für niedrige zweistellige Beträge sowohl Saitenreiniger als auch Griffbrettreiniger als Werkzeuge. Direkt nach dem Spielen wischen wir mit dem entsprechenden Helferlein besonders bequem über die Saiten. So reichen auch seltenere intensive Reinigungen der oben genannten Art.

ghs fast fred gitarren saitenreiniger

Thomann hat eine nette Auswahl von über 100 Pflegeprodukte für Gitarren und Bässe – besonders zu empfehlen ist der GHS Fast Fret, wie auf dem Bild zu sehen.

Bereits stärker oxidierte Saiten lassen sich mit einem Silberputztuch für Schmuck und Besteck leicht vom Rost befreien. Alternativ geben wir ein wenig Zahnpasta mit Wasser auf ein weiches Tuch. Dann nehmen wir jede Saite in das Tuch und fahren sie in beiden Richtungen mehrfach ab. Bei besonders heftiger Oxidation wiederholen wir diese Prozedur mehrfach für die betroffene Saite mit jeweils neuer Tuchfläche. Auch hier signalisiert nach einem Durchlauf ein sauberer Tuchabschnitt die perfekte Sauberkeit der Saite.

Beschichtete Gitarrensaiten

elixir anti rostDer Rostbildung beugen wir auch mit beschichteten Saiten vor, die jedoch deutlich teurer sind. Andererseits amortisiert sich dieser Luxus unter Bedingungen, die besonders aufwendige Pflege unbeschichteter Saiten erzwingen. Preiswerter zeigen sich jedoch spezielle Saitenreiniger als hochwertige Pflegemittel, die zugleich konservieren. Zudem mindern sie die Gleitreibung zwischen Fingern und Saiten und reduzieren damit den Hautabrieb.

Letztlich kommt auch bei bester Pflege der nächste Saitenwechsel. Die Länge der Zeit zwischen den Wechseln hängt von der Spielintensität und dem Anspruch an Klang und Zuverlässigkeit ab. Professionelle Musiker wechseln die Gitarrensaiten relativ häufig je nachdem wie gut sie gepflegt werden.

Noch ein Tipp zum Schluss: Werden Saiten längere Zeit nicht gespielt, lohnt es sich sie direkt vor ihrer Lagerung mit Öl abzuwischen.

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Als Erwachsener E-Gitarre lernen

Joe Satriani - virtuoser GitarristIhr wollt Smoke on the water nicht mehr länger nur auf der Luftgitarre spielen, sondern endlich eine echte E-Gitarre in den Händen halten? Ihr seid aber schon jenseits des Kinderalters, in dem man normalerweise anfängt, ein Instrument zu erlernen und befürchtet, Ihr seid dafür schon ein wenig zu alt? Ihr in einem Kurs in der Musikschule mit lauter jungen Kids? Noch eine wöchentliche Verpflichtung neben dem Beruf? Kein Problem! Erstens, ist man für neue Hobbies nie zu alt und zweitens, gibt es mittlerweile viele Möglichkeiten, wie Musikbegeisterte jeden Alters ohne festen zeitlichen Pflichttermin ein neues Instrument, wie z.B. E-Gitarre, lernen können. Die wichtigste Grundvoraussetzung ist: Ehrgeiz und Disziplin. Ohne mindestens zwei mal pro Woche zu üben wird nichts aus dem Traum! Sollte das kein Problem sein geben wir Dir hier einige hilfreiche Tipps um den Einstieg zu erleichtern.

Kostenlose Online-Workshops

bonedo.deKostenlose Online-Workshops sind eine gute Möglichkeit, um zum Nulltarif Erfahrung zu sammeln. Tolle Gitarren-Workshops findet ihr bei dem Portal für Musiker bonedo.de. Ihr findet hier nicht nur Workshops, die sich den absoluten Basics widmen, sondern auch weiterführende Kurse für Einsteiger und Fortgeschrittene. Aber zurück zu den Grundlagen des Gitarrespielens! Da werden verschiedene Stimmtechniken vorgeschlagen, Erklärungen zur Tabulatur-Schrift gemacht und Wissen zu den Notenwerten, dem Takt und den Akkorden vermittelt. Keine Angst vor den Harmonielehre-Sessions! Im Gegensatz zum Musikunterricht damals in der Schule, bestimmt ihr ja das Tempo und habt alle Zeit der Welt! Außerdem lernt ihr das Ganze nicht an irgendwelchen klassischen Musikstücken, sondern an modernen Rock- und Popklassikern! Es gibt Workshops, die euch zeigen, wie ihr in verschiedenen Stilrichtungen spielt, wie z.B. Metal, Blues und Rock. Alles immer schön verdeutlicht mit Notenblättern, Audio-Dateien und Griffbildern. Auch was das technische Zubehör zum Gitarrespielen betrifft, hat das Musikerportal bonedo einige Workshops auf Lager. Einer der coolsten technischen Workshops erklärt euch, wie ihr euch Step-by-Step euer eigenes Effekt-Pedal-Board zusammenbauen könnt. Ein weiteres Highlight sind die Play-Alike-Workshops. Hier widmet sich bonedo ganz bestimmten Bands und erklärt euch mit Hilfe von Noten, Effekt-Hinweisen, Audio-Dateien usw., wie ihr deren Lieder und deren ganz besonderen Sound nachspielen könnt. Manchmal öffnen sogar die Stars persönlich Ihre Trickkiste und plaudern aus dem Gitarren-Nähkästchen!

E-Gitarren-Foren/Communities

mboardEs spielt keine Rolle, ob Einsteiger oder Fortgeschrittener. E-Gitarren-Foren sind so etwas wie ein für alle zur Verfügung stehender und stets bestens gefüllter Kreativpool. Im Einsteigerbereich tauschen sich Schüler aller Altersklassen zum Übungsfortschritt aus. Man macht sich gegenseitig Mut, wenn die Haut an den Fingerkuppen die ersten Abnutzungserscheinungen erkennen lässt, oder wenn beim D-Dur Akkord der Ringfinger partout die hohe E-Saite beim Klingen behindert. Aber es gibt auch wertvolle Tipps zum Kauf der richtigen Gitarre oder des Verstärkers. Schließlich hat gerade der schon etwas in die Jahre gekommene Gitarrenspieler einen speziellen Sound im Kopf, den er irgendwann auch so wiedergeben will. Wichtig sind auch Fragen zur Lern-Methodik. Eines der größten deutsch-sprachigen Musikerforen ist das musiker-board.de. Solltest du bei deinen Workshops oder Online-Lernkursen also mal irgendetwas nicht verstehen oder weiterführende Fragen haben, dann ist das Forum des Musiker-Boards genau der richtige Ort, wo du diese loswerden kannst. Hier findest du andere Gitarren-Neulinge mit denen du dich austauschen kannst, aber eben auch ganz viele Profis, die immer eine passende Antwort auf deine Fragen parat haben. Solltest du übrigens irgendwann mal Lust bekommen, dein Können in einer Band oder in einer Jam-Session unter Beweis zu stellen, dann findest du hier über die „Musiker-Suche“ auch ganz leicht Musiker in deiner Nähe.

Online-Lernkurse in Form von Videos

music2me-logoEine Variante, wie man E-Gitarre lernen kann, die sich großer Beliebtheit erfreut, sind Online-Lernkurse. Im Grunde funktionieren sie ähnlich wie der klassische Gitarrenunterricht, nutzen dabei aber die Vorteile des E-Learnings. Das bedeutet, der Schüler lernt wo und wann er will. Zudem pickt er sich die Filetstücke heraus, damit die Lust beim Gitarreüben nicht gleich flöten geht. In Lernvideos werden zunächst die Grundlagen vermittelt, denn ohne geht es nicht. Dann hat der Schüler aber die Möglichkeit sich sein weiteres Lernprogramm selbst zusammenzustellen. Schwebt ihm ein bestimmter Song oder eine Technik vor, nimmt er sich eben erst diesem Thema an. Hat eine Lektion gut geklappt, geht es schnell weiter zur nächsten. Ansonsten kann der Schüler das Tutorial, oder eine gewisse Stelle, so oft durchpauken, bis alles sitzt und passt. Eine tollen und modernen Kurs, den ich euch ans Herz legen kann, ist das E-Gitarren Modul von music2me.de. Diese Online Musikschule hat ihren Schwerpunkt zwar auf dem Klavierspielen, jedoch befindet sich auch der Gitarren-Bereich gerade im Aufbau. Das Tolle daran: Den ersten Kurs, genauer gesagt den Anfänger-Kurs mit 37 Lernvideos, gibt es deshalb noch komplett kostenlos (Stand: 18.11.2013) ! Wer also bereits das passende Equipment hat, kann direkt loslegen.

E-Gitarren-Shops

thomann-logoIm Gitarren-Shop angekommen, schlägt das Herz dann deutlich höher. Da hängen sie dann vor einem. Im Gegensatz zur Akustik-Gitarre benötigt die E-Gitarre keinen „Klangkörper“ zur Verstärkung der Saitenschwingungen. Dadurch, dass die Tonabnahme direkt unter den schwingenden Saiten durch Dauermagnete und Veränderungen im Magnetfeld erfolgt, sind die Hersteller an keine klassische Bauform gebunden. Doch losgelöst von der Form, sind eine ganze Reihe von Faktoren zu beachten. Ein guter Gitarren-Shop wird darauf hinweisen, dass Gitarre und Verstärker eine Einheit bilden. Jemand, dem der Sound von den Rolling Stones vorschwebt, wird andere Komponenten wählen als ein Fan von Pink Floyd. Und dann sind da auch noch die Effektgeräte, die einen Ton bis zur Unkenntlichkeit dehnen, stauchen und zerren. Das bedeutet auch, um in einem Shop für Musiker zu arbeiten, muss man Nerven wie Drahtseile bzw. Gitarrensaiten haben. Gitarren-Shops gibt es inzwischen auch zahlreich im Internet. Der bekannteste Web-Shop für Musik-Instrumente und Zubehör – insbesondere E-Gitarren – ist thomann.de. Es wird euch schwer fallen, euch bei Thomanns riesigem Angebot an Gitarren für eine entscheiden zu können! Sollte dies der Fall sein, bietet Thomann euch die Möglichkeit, alle Instrumente, die euch interessieren, live vor Ort am Hauptsitz vom Musikhaus Thomann in Treppendorf bei Bamberg (Bayern) einmal zu testen, damit ihr euch besser entscheiden könnt.

Software

rocksmith-logoEine weitere Methode, um als angehender Gitarrenvirtuose das Griffbrett effektiv zu bearbeiten, ist eine entsprechende Lernsoftware. Diese Variante eignet sich für besonders ambitionierte Spieler, die nach dem Prinzip „Learning by Doing“ verfahren. Irgendwo angesiedelt zwischen der klassischen Gitarrenstunde und dem Online-Lernkurs. Wie auch beim Online-Lernkurs wird orts- und zeitungebunden gelernt. Software installieren und los geht’s. Ein Online-Lehrer als Ansprechpartner steht hier nicht zur Verfügung. Wie gut der Schüler mit der Software zurechtkommt, hängt ganz entscheidend von der Benutzeroberfläche ab. So setzt Software von „Gitarrero“ wahlweise auf einzelne Tutorials oder bietet mit dem Explorer direkten Songzugriff. Zu jeder Lektion gehören Bereiche wie Spielen, Lernen, Training und Kontrolle. Einen regelrechten Soundhighway liefert „Rocksmith“ ab. Der E-Gitarrist sieht angeschlagene Töne oder Akkorde auf dem eingeblendeten Griffbrett auf sich zu fahren. Rocksmith spielt keine Samples ab, sondern lässt Spielkonsole oder PC über ein Real Tone Cable und USB zum virtuellen Gitarren-Amp werden. Immer nur alleine spielen macht auch keinen Spaß. Im Session-Modus „holt“ sich der E-Gitarrist über sechzig Begleitbands aus den Bereichen Blues, Electronic, Metal, Rock oder Punk in‘s Wohnzimmer.

Die Philosophie der E-Gitarre

Last, but not least bedeutet als Erwachsener E-Gitarre lernen, auch irgendwann den zweiten Schritt zu tun. Immer nur alleine zu „klampfen“ macht auch mit dem besten Softwareprogramm auf Dauer keinen Spaß. Ich erinnere hierbei an die Musiker-Suche des Musiker-Boards, die hier Abhilfe schafft! Je nach Musikstil steht in eurem Zimmer entweder ein „geiles Teil“ für den „dreckigen“, lauten Sound oder eine Gibson erklingt in weichen, filigranen Jazztönen. Gerade wir Erwachsene haben feste Vorstellungen was Repertoire und Virtuosität betrifft. Doch es geht nicht darum, alles verpasste im Eiltempo nachzuholen. Es drohen Frust und der Wechsel zu einer alten Bekannten, der Luftgitarre. Nichts da! Tief durchatmen und dann mit einem leicht gequälten Lächeln in aller Ruhe – üben, üben und nochmals üben.

Wer weitere hilfreiche Links hat darf sie gerne in den Kommentaren veröffentlichen.

Slash Gibson and Epiphone Les Paul Guitar Launch - London

Ich glaube an euch! Let’s rock! 🙂

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Martin Guitars – Gitarrenbauer seit 175 Jahren

martin-guitarsMit mehr als 175 Jahren kann der Gitarren-Hersteller Martin auf eine lange Tradition im Holzinstrumentenbau zurück blicken. Ursprünglich als Familienunternehmen in Nazareth, Pennsylvania, USA etabliert wurde es in sechs Generationen fortgeführt und setzte damit das handwerkliche Leitbild des deutschstämmigen Firmengründers Christian Frederick Martin Senior von 1833 damals wie heute erfolgreich fort. Das Augenmerk der Herstellung liegt dabei in den fundierten handwerklichen Kenntnissen der Instrumentenbauer und -bauerinnen von Martin. Das Ergebnis dieser hochwertigen Fertigungsabläufe, der Nutzung exklusiver Materialien und dem langjährigen Know-How im Instrumentenbau sind anspruchsvoll gestaltete akustische Gitarren, die nicht nur im privaten und semiprofessionellen Bereich großen Anklang fanden und immer noch finden. Weltweit bekannte Künstler, die ihre Arbeit bevorzugt mit Martin-Gitarren leisten, lesen sich wie das Who-is-Who des internationalen Musikbusiness. In dieser Liste erfolgreicher Künstler finden sich neben Elvis Presley auch Paul McCartney und Eric Clapton, sowie John Meyer und unzählige mehr.

Innovation und Qualität

Jedoch stehen Martin Gitarren nicht nur für höchste Qualität, sondern bestechen durch fortwährend innovative Ideen und Entwicklungen. Im Jahr 1916 konnten die Entwickler von Martin eine völlig neue Gitarre, die so genannte „Dreadnought“, präsentieren. Sie ist eine großvolumige Gitarre mit starker Basslage, die sich insbesondere zur Eigenbegleitung beim Gesang eignet. Diese intelligente Idee bereitete dem Folk optimale Wege und war nach anfänglicher Zurückhaltung seitens der Musiker somit als Soloinstrument in diesem Genre bald unerlässlich geworden.
Außerdem konnte Martin als erster Hersteller überhaupt im Jahr 1929 eine Gitarre mit 14 Bünden gegenüber der bis dato üblichen Gitarre mit lediglich 12 Bünden auf dem Markt etablieren. Dieses so genannte „Orchester-Modell“ von Martin konnte durch sein größeres klangliches Leistungsspektrum überzeugen und setzt immer noch nachhaltig Maßstäbe im akustischen Gitarrenbau. Doch das sind nur wenige Beispiele, anhand derer sich die Entwicklungsbereitschaft und Qualitätsfreude bei Martin Gitarren erkennen lässt.

Breites Gitarren-Sortiment

Immer auf dem aktuellen technischen Stand und in musikalischer Perfektion erscheint das Sortiment der Martin Gitarren im Katalog beeindruckend modern und leistungsstark. Neben den klassischen akustischen Gitarren, die jedem individuellen Anspruch an Geschmack und Tonalität gerecht werden, gehören Ukulelen und akustische Elektrik-Gitarren ebenso wie selbstverständlich zum Repertoire des Herstellers. Perfekt passend zu den speziellen Serien und Ausführungen bietet Martin außerdem Gitarrensaiten höchster Qualität an. Doch mit dem Vertrieb von Gitarren und entsprechendem Zubehör ist die Leistungspalette von Martin noch nicht komplett abgedeckt. Ein umfangreicher Kundenservice und ein ganzheitliches, umweltverträgliches Herstellungs- und Vertriebskonzept runden das Angebot rund um die hochwertigen Gitarren ab. Somit ist nicht nur die Verwendung edelster Hölzer, die Nutzung modernster Technik und die ständige Entwicklung innovativer Verbesserungen typisch für die charakteristischen Eigenschaften dieser einzigartigen Gitarren. Bestmögliche Kundenzufriedenheit und eine nachhaltige, verträgliche Produktions- und Vertriebspolitik gehören indes ebenso zur Firmenphilosophie.

Nicht umsonst kann der Gitarrenhersteller Martin mit hochwertigen, handgefertigten Instrumenten mittlerweile auf eine konstante und erfolgreiche Geschichte zurück blicken, die selbst gravierende wirtschaftliche und politische Krisen nahezu unbeschadet überstanden hat. Der stetige Wunsch, hochprofessionelle und charakteristische Instrumente zu fertigen, die jedem persönlichen Anspruch gerecht werden, ohne dabei sowohl traditionelle und moderne Fertigungstechniken separat zu betrachten, machen das Erfolgsrezept dieses beeindruckenden Herstellers aus. Eine stetig wachsende Kundengruppe, die sich intensiv mit dem Thema des Gitarrenbaus bei Martin befasst, ist nur ein Beispiel dafür, welchen Stellenwert diese Instrumente für Laien und Profis international darstellen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und spricht für sich, denn Martin Gitarren gehören nicht ohne Grund zur Hochleistungsklasse akustischer Gitarren, die sich auf einem anspruchsvollen weltweiten Markt souverän behaupten können.

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Gitarrenhölzer

In dem nachfolgenden Artikel haben wir für euch etwas über die Hölzer zusammengetragen, die beim Bau von E-Gitarren häufig oder auch weniger häufig ihre Verwendung finden. Bei E-Gitarren ist die Auswahl er Hölzer zwar nicht ganz so ausschlaggebend wie beim E-Bass, dennoch spielt gerade das Holz des Korpus eine gewisse Rolle bei der Entfaltung des Tones. Aber auch das Holz für Griffbrett und Gitarrenhals nimmt wenn gleich auch Wenge etwas Einfluss auf den Klang. Nachfolgend findet ihr eine Übersicht der Hölzer, die im Bereich des Instrumentenbaus am geläufigsten sind.

Ahorn

Dieses Holz ist wohl mit eines der am häufigsten verwendeten Tonhölzern im Instrumentenbau. Egal ob Bass, E-Gitarre oder Streichinstrumente die Eigenschaften des Ahorns sorgen für einen klaren Sound mit feinen aber definierten Bässen und gleichzeitig brillanten Höhen. Aufgrund der Beschaffenheit des Holzes ist es auch hervorragend geeignet für Gitarren Hälse und oder Griffbretter. Bei vielen Gitarren wurde auf den Korpus eine Decke aus Ahorn aufgesetzt das verleiht der Gitarre neben einem durchsetzungsfähigen Klang häufig auch noch eine optisch sehr schöne Note.

 

Bubinga

Bubinga ist ein Hartholz aus den Wäldern von äquatorial Afrika stammt. Genauer gesagt findet man Bubinga in einer Region im Südwesten Nigerias über Kamerun und Gabun bis hin zum Kongo. Das Holz ist vor allem an seiner starken und teilweise auch optisch sehr dekorativen Maserung zu erkennen. Akustisch zeigt sich das Holz sehr schwingfreudig. So bekommt ein Instrument dessen Klangkörper aus Bubinga gefertigt wurde ein Klang der charakteristisch sehr klar und definiert ist sowohl im Bassbereich als auch im oberen Ende des Frequenzspektrums.

 

Ebenholz (Ebony)

Das nächste Holz auf unserer Liste ist das Ebenholz. Im Bereich der E-Gitarren und des Instrumentenbaus wird es häufig auch beim englischen Namen Ebony genannt. Hier handelt es sich ähnlich wie beim Bubinga oder Palisander um ein Tropenholz. Das Ebenholz ist vor allem wegen seiner hohen Dichte und Festigkeit bekannt und beliebt. Da es sich hier um ein Tropenholz handelt, ist der Preis dementsprechend hoch. Dieses Holz kommt häufig bei sehr teuren Instrumenten zum Einsatz.

 

Erle

Das ist wohl das am häufigsten verwendete Tonholz bei Gitarren. Gerade bei Gitarren, die kein Vermögen kosten hat, sich das Holz als ideal für die Fertigung des E-Gitarren-Korpus bewiesen. Aufgrund der Klangeigenschaften der Erle erzielt man hier beim fertigen Instrument einen sehr ausgewogenen, aber dennoch obertonreichen Sound mit satten Bässen und Höhen ohne das sie zu sehr aus dem Klangbild herausragen. Häufig wird dieses Holz auch Alder genannt.

 

Esche

Dieses Holz wird mittlerweile gerade im Bereich der E-Gitarren nicht mehr so häufig wie früher eingesetzt. Die klanglichen Eigenschaften sorgen zwar für einen knallharten Attack im Sound, im Vergleich zu anderen Hölzern ist der Klang aber eher etwas trocken und nicht so ausgewogen. So kommt es vor das der Ton im Mittenbereich sehr schwach ausgebildet wird, die Höhen sind dafür umso präsenter und auch teilweise zu hart.

 
 
 

Sumpf-Esche

sumpf escheHier handelt es sich um eine besondere Eschenart. Oft nennt man dieses Holz auch Swamp-Ash. Der Baum kommt ausschließlich in sumpfigem und sehr feuchtem Gelände vor. Beim Gitarrenbau kommt hier der Teil des Baumes, der unter Wasser liegt zum Einsatz. Die Sumpf-Esche bietet in Bezug auf die Klangeigenschaften alles, was die normale Esche nicht bietet. Als Ergebnis bekommt man einen ausgewogenen Ton mit gut definierten Bässen und dezenten Höhen. Ein weiterer Vorteil der Sumpfesche gegenüber der normalen Esche ist das Gewicht. Die Sumpfesche ist deutlich leichter als ihre Verwandten an Land.

 

Koa

Dieses aus Hawaii stammende Holz wurde ursprünglich nur für die Fertigung von traditionellen hawaiianischen Instrumenten wie den Ukulelen verwendet. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Holz, mit der sehr außergewöhnlichen und starken Maserung, aber auch zunehmend von amerikanischen Gitarrenbauern entdeckt. Diese Erkannten auch schnell die Vorzüge dieses Klangholzes. Der Ton ist sehr klar und transparent mit einem deutlich mittigeren Klang.

 

Linde (Basswood)

Dieses Holz weist eine mittlere Dichte auf und findet häufig bei E-Gitarren, die einen sehr weichen, mittigen Klang liefern, sollen seinen Einsatz. Also ideal für Gitarren, die im Rock-Genre zu Hause sind. Hier kann das Holz seine Eigenschaften am besten zu Geltung bringen.

 

Mahagoni

Dieses Tropenholz ist wohl eines der beliebteren und auch verbreiteteren Hölzer im Bereich des Gitarrenbaus. Das vielseitig einsetzbare Holz liefert einen sehr sustainreichen Ton, der sowohl warm und ausgewogen ist. Der Sound entfaltet sich besonders in den Obertönen der Höhen. Häufig findet man die Kombination Mahagoni Korpus mit aufgesetzter Ahorndecke. Mit dieser Kombination bekommt das Instrument noch eine deutlich verbesserte Durchsetzungskraft. Diese Kombination findet zum Beispiel bei der Les Paul von Gibson ihren Einsatz

 

Palisander

Ähnlich wie das Ebenholz ist auch Palisander ein sehr dichtes Holz. Diese Eigenschaften machen das Holz ideal zur Fertigung von Griffbrettern oder Brücken. Eine häufige Kombination, die man hier findet, ist ein Ahornhals mit einem aufgesetzten Griffbrett aus Palisander. Diese Bauart findet man häufig bei Fender Stratocaster Modellen. Im englischen nennt man Palisander häufig Rosewood.

 

Pappel

Die Pappel ähnelt in ihren spezifischen Klangeigenschaften denen der Linde, also sehr weicher mittiger Sound. Dieses relativ günstige Holz kommt sehr oft bei günstigen Gitarren zum Einsatz und kann hierbei vor allem bei Herstellern punkten da es sehr einfach zu Verarbeiten ist.

 
 
 
 

Walnuss

Dieses Holz wird gerade in letzter Zeit immer beliebter bei Gitarrenbauern. Nicht nur weil Farbe und Maserung des Holzes optisch überzeugen, auch aufgrund der Eigenschaften als Klangholz. Hier liefert Walnuss einen sehr ausgewogenen Ton dieser ist sehr dezent im Bassbereich und die Höhen umspielen die sehr ausdrucksstarken Mitten geradezu. Bei Ibanez Gitarren findet man Walnuss auch häufig im Hals der Gitarre. Hier wird Ahorn durch stabförmige Inlays aus Walnuss unterstützt.

 

Wenge

Das aus dem Konto stammende Holz ist hart, elastisch, schwer und witterungsfest. Die klanglichen Eigenschaften des Holzes überzeugen vor allem durch die ausgeprägten und weichen Bässe. Am häufigsten wird dieses Holz aufgrund seiner Stabilität und guten Bearbeitungsmöglichkeiten bei der Fertigung von Hälsen und Griffbrettern genutzt.

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E-Gitarren Marken – Ein Überblick

Neueinsteiger im Gitarrenbereich sind oftmals überwältigt von der Vielzahl der verschiedenen Hersteller und der Breite des Sortiments. Was für den einen spanische Dörfer sind, ist für den nächsten schon wieder Glaubenssache. Viele Gitarristen schwören auf einen bestimmten Hersteller und dessen Produkte. Die Faktoren, die zur Kaufentscheidung einer E-Gitarre führen können sind ebenso vielfältig, wie die Modelle und Anbieter. Wer grade mit dem Gitarrespielen anfängt oder wer als Eltern seinem Kind das richtige Instrument in die Hand geben will ist hier oft auf die Aussagen der Verkäufer beim Fachhändler angewiesen oder muss sich online durch viele Begriffe recherchieren die er nicht kennt. Denen, die in diesem Dschungel nicht durchblicken, möchte ich hier einen kurzen Überblick über die wichtigsten Gitarrenhersteller und deren Modelle geben.

Gibson vs. Fender

Godzilla gegen King Kong… die beiden weltweit bekanntesten und größten Hersteller von E-Gitarren. Gibson hat mit dem Les Paul Modell ebenso Musikgeschichte geschrieben wie Fender mit der Stratocaster und der Telecaster. Die Gitarren könnten nicht unterschiedlicher sein und doch haben beide Firmen eines gemeinsam: Sie produzieren erstklassige Instrumente mit speziellen Klangcharakteristiken, die Millionen von Gitarristen begeistern. In den 80ern galt es beinahe eine Weltanschauung ob man Gibson oder Fender spielte und wer von einer der Marken überzeugt war, der ließ auch nichts auf diese kommen. Die Instrumente waren exklusiv und zumeist sehr hochpreisig. Seit einigen Jahren haben beide die Zeichen der Zeit erkannt, sich preislich einem breiterem Publikum zugänglich gemacht und moderne Ideen anderer Hersteller übernommen oder selbst entwickelt.

Gibson E-Gitarren

Gibson Les PaulGenerell lässt sich sagen, dass Gibson Gitarren meist im oberen Preissegment, Richtung 2000€ tendieren. Mittlerweile gibt es auch einige hervorragende Gibson Modelle für um die 1000€. Das Modell, das Gibson erfolgreich gemacht hat ist die Les Paul. Eine der klassischen Gitarre nachempfundene E-Gitarre, die fast immer einen Korpus und Hals aus Mahagoni besitzt und sehr oft mit einer spektakulär schön gemaserten Ahornholzdecke gekrönt wird. Die Gitarre verfügt über 2 sog. Humbucker Tonabnehmer, die einen fetten und durchsetzungsfähigen Sound erzeugen und sich vor allem für verzerrte Sounds eignen. Hinzu kommt bei der Les Paul die sog. Stop Tail Brücke, eine feste Brücke, die zusätzlich Saitenschwinung auf das Holz überträgt und für einen lang anhaltenden Ton mit ordentlich Power sorgt. Die Gitarre ist in vielen Musikrichtungen daheim, aber berühmt geworden ist sie vor allem im Rock durch Gitarristen wie Slash oder Jimmy Page. Die Les Paul Form wird oft von anderen Herstellern kopiert und sehr viele dieser Gitarren sind hervorragende Instrumente. Das Orginal ist und bleibt jedoch eine „echte“ Gibson Les Paul. Für Anfänger sind Gibson Gitarren oftmals auf den ersten Blick zu teuer, was nicht bedeutet, dass eine günstige Les Paul das falsche Einstiegsinstrument wäre. Die hervorragenden Soundeigenschaften sowie eine perfekte Verarbeitung und Bespielbarkeit erleichtern das Spiel / Üben und fördern die Entwicklung des Gehörs für den Klang des Instruments. Man erkennt deutlich unterschiedliche Soundnuancen und lernt diese für sein Spiel einzusetzen.
Übersicht Gibson E-Gitarren

Fender E-Gitarren

Fender TelecasterFender StratocasterWo Gibson noch zeitweise als sehr teure und exklusive Marke galt, hatte Fender sich schon dem mittleren Preissektor geöffnet und Modelle angeboten, die auch für Normalverdiener erschwinglich waren. Das soll aber nicht heissen, dass Fender nicht auch die oberen Preisklassen kennt. Customshop Modelle oder in Amerika handgebaute Instrumente können gerne mal um die 3000€ kosten. Fender wurde weltweit bekannt durch seine Modelle Stratocaster und Telecaster. Beide Gitarren verfügen über sog. Single Coil Pickups und eignen sich vor allem für cleane und angezerrte Sounds. Die Stratocaster ist mit ihren 3 Single Coils und dem 5-Weg Schalter eine der vielseitigsten Gitarren was das Soundbild angeht. Von warm und bluesig bis hin zu scharf und reißend bietet diese Gitarre eine Vielzahl an Möglichkeiten gut zu klingen. Im Gegensatz zur Festen Brücke der Telecaster besitzt die Fender Strat tradionell ein sog. Standard Tremolo. Mittels eines Hebels an der Brücke können die Saiten schnell entspannt (oder je nach Aufhänung auch angespannt) und die Tonhöhe somit verändert werden. Leider haben die Standard Tremolos öfters mal mit der Stimmstabilität zu kämpfen und sollten daher eher subtil eingesetzt werden. Die Telecaster ist ähnlich bekannt und berühmt wie die Stratocaster (oder auch kurz Strat) hat aber Soundtechnisch einen vollkommen anderen Grundcharakter. Die mit 2 Single Coils ausgestattete Tele klingt noch etwas präsenter und knackiger als die Strat. Allg. bezeichnet man ihren Sound als „twangy“ und spricht von dem „twang“ den eine Telecaster hat. Der damit gemeinte Soundcharakter ist vor allem in Bluegrass und Country Musik hörbar. Sowohl Strat als auch Tele werden von vielen großen Namen der Musik-/Gitarrenwelt gespielt. Darunter befinden sich Eric Clapton, Bruce Springsteen, Mark Knopfler, Jimmy Hendrix uvm.. Sowohl Strat als auch Telecaster eignen sich hervorragend als Einsteigermodell, da sie je nach Preissegment sehr gute Soundeigenschaften aufzeigen und über eine saubere Verarbeitung und qualitativ hochwertige Komponenten verfügen. Telecaster sind evtl. etwas zu speziell im Sound um für jeden Einsteiger das richtige zu sein, aber in jedem Fall eine solide All-round Gitarre.
Übersicht Fender E-Gitarren

Ibanez E-Gitarren

Ibanez RGDie Gitarren von Ibanez haben den Ruf des Alleskönners und sind bei Einsteigern wie Profis beliebt. Bekannt ist bei Ibanez vor allem das sog. RG Modell (das Kürzel steht für Roadster Guitar). Die RG ist standardmäßig 2 Humbuckern und einem Single Coil in der Mitte, sowie einem 5-Weg Schalter ausgestattet. Darüber hinaus verfügt die RG über ein sog. Floyd Rose Tremolo, welches ähnlich wie das Standard Tremolo der Strat funktioniert. Bei dieser Art von Tremolo sind jedoch am Steg zusätzlich 3 Locking Schrauben angebracht, welche die Saiten quasi abklemmen und so Stimmstabilitätsprobleme beim Einsatz des Tremolos eliminieren. Aufgrund der Pickupkombination und des 5-Weg Schalters könnte man die RG als eine heavy Version der Stratocaster ansehen und in der Tat werden Gitarren dieser Art oft auch als „Powerstrat“ bezeichnet. Ibanez ist bekannt für seine sehr flachen Halsprofile, welche für eine sehr leichtgängige Bespielbarkeit sorgen. Anfängern erleichtert dies das Üben auf dem Instrument und Profis schätzen die flachen Hälse für das extrem schnelle Spiel, dass diese ermöglichen. Ibanez bietet sehr gut verarbeitete Instrumente in fast allesn Preislagen an und ist deutlicher als bspw. Gibson auf Gitarristen aller Budgetklassen und spielerischen könnens ausgelegt. Die Soundeigenschaften der RG sind vielfältig und die Gitarre ist durch ihre Pickup Bestückung für fast alle Musikalischen Stilrichtungen geeignet. Durch den Single Coil in der Mitte und die verschiedenen über den Schalter anwählbaren Pickup Kombinationen sind sowohl fette Zerrsounds wie auch saubere Clean Sounds möglich. Ist die RG also die ultimative Antwort auf Les Paul, Strat und Telecaster? Leider nein. Was die RG an Möglichkeiten bietet machen die traditionellen Fender und Gibson Modelle durch Soundcharakter wieder wett. Die RG klingt nicht Charakterlos, aber hat eben auch nicht die Ausgeprägtheit der Soundcharakter einer Strat oder einer Les Paul. Dennoch machen Flexibilität, sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis und angenehme Bespielbarkeit die Ibanez RG zu einer sehr interessanten Gitarre für Einsteiger und Profis.
Übersicht Ibanez E-Gitarren

ESP E-Gitarren

ESP FDie Firma ESP zählt zu einer der derzeit meistgekauften Gitarrenmarken. Grade bei Anfängern und Freunden des schweren Heavy Metal Sounds sind ESP Gitarren sehr beliebt und in fast jeder Preiskategorie vorhanden. ESP führt in seinem Sortiment eine Vielzahl von Les Pauls, Powerstrats, Strats, Explorer und anderen bekannten Formen, hat aber auch eigene entwickelt (hier abgebildet die „ESP F“). Die Gitarren sind mit zahlreichen Optionen zu haben (Powerstrats mit fester Brücke bspw.) und vornehmlich mit Outputstarken Humbucker Tonabnehmern ausgestattet. Soundtechnisch sind die Gitarren fast durchgehend auf hohe Zerrgrade ausgelegt. Günstige Modelle (im Preisbereich von 200€) haben im Clean Bereich oft mit der Sauberkeit des Sounds zu kämpfen. Die Pickups produzieren einen sehr dicken Ton, der oft leicht anzerrt und nicht wirklich „sauber“ klingt. Angesichts der Preiskategorie und der Tatsache, dass mit diesen Gitarren vornehmlich Zerrsounds gefahren werden ist dies jedoch nur ein kleiner Minuspunkt. Gitarren von ESP im Bereich von 400€ haben diese Kinderkrankheiten bereits nicht mehr und sind auch für Fortgeschrittene noch geeignet. Aber auch für professionelle Ansprüche bietet die Marke ein breites Sortiment an geeigneten Gitarren, welche immernoch zu Günstigen Preisen zu haben sind (Preisbereich 800-1000€ und darüber). ESP Gitarren zeichnen sich durch eine standardmäßig sehr gute Verarbeitung und ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis aus. Grade für Anfänger, die sich der härteren Gangart verschrieben haben, bietet ESP solide Gitarren, an denen man lange Spielspaß hat. Gitarren der Mittleren Preiskategorie lassen sich auch einfach aufwerten und bühnentauglich machen, indem man die Standard Tonabnehmer durch Markenmodelle austauscht bzw. einbauen lässt.
Übersicht ESP E-Gitarren

Jackson E-Gitarren

Jackson WarriorJackson ist -ähnlich wie ESP- ein etablierter Hersteller von Gitarren, die hauptsächlich die Heavy Metal Fraktion ansprechen. Neben klassischen Formen wie Flying V’s, Explorer und Strats führt Jackson vor allem ein breites Sortiment an Powerstrats – „Soloist“ und „Dinky“ Modelle. Neben den „standard“ Modellen gibt es auch eine Reihe an Custom und Signature Modellen, welche für bekannte Gitarristen von Jackson nach deren Vorstellungen gefertigt wurden. Diese können eine komplett eigene Form haben, oder eine besondere Lackierung / Tonabnehmerkombination… manchmal auch alles auf einmal. Da Jackson ebenfalls hauptsächlich auf Heavy Metal ausgelegt ist, kann man deren Gitarren kategorisch gut mit ESP vergleichen. Die Instrumente haben fast immer Outputstarke Pickups, welche bei Modellen im Niedrigpreissektor kleine Abstriche im Clean Sound machen. Im mittleren Preissegment verschwinden diese Soundprobleme größtenteils und die Instrumente entwickeln zunehmend klaren und druckvollen Sound der auch hohe Zerrgrade gut verträgt. In Sachen Stimmstabilität kann Jackson bei den Floyd Rose Brücken absolut an die Refferenzleistung von Ibanez anknüpfen und auch was die Flexibilität angeht bieten bspw. Soloist Modelle mit 2 Single Coils und einem Humbucker hervorragende Soundvielfalt. Neben tauglichen Gitarren im Preisbereich von um die 200€ besitzt Jackson ein starkes Mittelfeld in der Preislage 400-700€. Wer höhere Ansprüche an eine Einsteiger- oder Fortgeschrittenen Heavy Gitarre hat wird ab 800€ definitiv fündig werden. Auch über bei über 2000€ finden sich hervorragende, handgearbeitete USA Modelle, die auch den Höchsten Anforderungen an Komponenten und spielerischem Können gewachsen sind.
Übersicht Jackson E-gitarren

Epiphone E-Gitarren

Epiphone Les PaulDie Firma Epiphone ist eine Tochterfirma von Gibson und stellt deren Modelle zu besonders günstigen Preisen her. Aufgrund der Lizensierung durch Gibson ist Epiphone die einzige Firma, die die Orginal Formen und Maße zu 100% nachbauen darf. Die Gitarren von Epiphone bedienen den Markt der Gibson Fans, für die die Orginale einfach unerschwinglich sind. Dabei macht Epiphone in Sachen Qualität jedoch keine Kompromisse. Hatten die Gitarren in den 80ern und 90ern noch teilweise mit brummenden und pfeifenden Pickups zu kämpfen, verfügen Sie heute über wesentlich verbesserte Pickups und ein klareres Soundbild. Die beliebtesten Epiphone Modelle sind wohl die Nachbauten der Les Paul, SG, Explorer und der Flying V. Darüber hinaus hat Epiphone auch einige von Gibson Vorlagen unabhängige Signature Modelle im Programm wie z.B. die Jeff Waters (Annihilator) Flying V. Da sich die meisten Epiphone Gitarren stark an den Gibson Originalen orientieren ist das Soundbild dementsprechend traditionell. Die Tonabnehmer haben zumeist einen moderaten Output und die Instrumente erzeugen einen authentischen Blues / Rock / Jazz Sound mit Charakterzügen die deutlich an die großen Orginale erinnern. Die Preisrange fängt bereits bei um 100€ an und endet vorerst bei etwa 800€. Einige Modelle wie die „Elitist“ Serie können auch zwischen 1000€ und 1900€ kosten. Epiphone Gitarren sind aufgrund ihrer hervorragenden Verarbeitung und den sehr guten Komponenten (Hölzer, Tonabnehmer, Hardware) bestens für Einsteiger und Fortgeschrittene geeignet. Wer eine gute Les Paul oder Flying V Kopie sucht, liegt bei Epiphone im Preisbereich von rund 400€. Eine lohnende Investition, nicht nur für Anfänger die Wert auf guten Ton legen, sondern auch als Zweit oder zusätzliche Bühnengitarre für Fortgeschrittene.
Übersicht Epiphone E-Gitarren

Anmerkung:
Die Kommentare zu den Gitarren beziehen sich hierbei auch auf die Hersteller, also Fender Stratocaster und Ibanez RG usw.. Sicher gibt es auch Strats, Les Pauls und viele weitere Modelle auch von anderen Herstellern, aber diese alle in einem Absatz zusammenzufassen wäre irreführend. So mache ich z.B. deutlich, dass Fender Strats und Squire Strats qualitativ deutliche Unterschiede aufweisen. Wenn Sie mehr über Stratocaster und sonstige Modelle von anderen Herstellern lesen möchten, so empfehle ich Ihnen die Kategorien auf unserer Hauptseite zu durchstöbern. Sicher ist ein Modell dabei, das Sie interessieren wird. Dieser Artikel dient in erster Linie dazu, einen Überblick über die wichtigsten Hersteller zu bekommen. Konkrete Kauftips und was man beim Erstkauf alles beachten sollte werde ich demnächst in einem separaten Artikel veröffentlichen.

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Yamaha Gitarren

yamaha logoDie Firma Yamaha ist vielen als Hersteller von Motorrädern, HiFi Anlagen und Robotern bekannt. Tatsächlich begann die Firma im Jahre 1900 aber zunächst mit der Herstellung von Pianos und Flügeln. In den 40er Jahren kamen dann die ersten akustischen Gitarren ins Programm. Heute ist Yamaha ein etablierter Hersteller qualitativ hochwertiger E-Gitarren, Verstärker, Bässe, Schlagzeuge und Klaviere. Namenhafte Musiker wie Elton John, Steve Lukather, Mike Stern und Billy Sheehan sind nur Einige auf einer langen Liste von Yamaha Endorsern.

Eine der bekanntesten E-Gitarren von Yamaha ist die Pacifica. Ein auf der Stratocaster Form basierendes Modell, in zahlreichen Ausführungen und Preisklassen erhältlich, welches gleichermaßen bei Einsteigern wie Profis und Studiomusikern beliebt ist.

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Blackheart Gitarrenverstärker

Blackheart Gitarrenverstärker Einen richtigen Röhrenverstärker zu besitzen, dass ist einer der beliebtesten Gitarristenträume. Der kraftvolle Sound der Röhrenzerre ist eben etwas ganz besonderes und für viele Gitarristen die Krönung des eigenen Sounds. Leider sind die meisten Röhrenverstärker zum einen sehr teuer und zum anderen mit so viel Watt ausgestattet, dass man nur schwer in den Genuss des voll aufgedrehten Sounds kommt.

Die Firma Blackheart stellt Röhrenverstärker im kleineren Format und Preisbereich her. Die Verstärker sind als Combos oder Topteile mit Boxen erhältlich und geben zwischen 1 und 15 Watt her. Authentischer Röhrensound in erträglicher Lautstärke und zum kleinen Preis. Nicht nur für Rockgitarristen ist Blackheart eine interessante Marke.

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F.A.Q.

Im Laufe der Zeit erreichen uns immer wieder fragen zu unseren Artikeln und Bewertungen. Die am häufigst gestellten Fragen möchten wir auf dieser FAQ (Frequently Asked Questions) Seite gerne beantworten. (Stand: 26.03.2012)

Q: Bei einigen der Gitarren Artikel und Bewertungen finden sich öfter gleiche Angaben (z.B. „sauber verarbeitete Bünde“), welchen Zweck hat das?
A: Grade bei Gitarren im Niedrigpreis-Sektor (<200€) sind scharfe Bundkanten ein leidiges Problem. Gleiches gilt für Dinge wie die Einstellung des Instruments ab Werk, das Soundverhalten der Weiterlesen

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Kemper Gitarrenverstärker

Die noch relativ junge Firma Kemper geht mit einer interressanten Neuerung – dem sogenannten „Profiling“ Amp an den Start. Während Firmen wie Line 6 vor allem Geräte Herstellen, welche bekannte Amps anderer Marken emulieren, fährt Kemper ein vollkommen neues Konzept.
Der Kemper Profiling Amp übernimmt die Charakteristiken eines bestehenden Verstäkers (samt Mikrofonierung und Box) und erstellt intern ein „Profil“ des Amps. Dieses Profil kann dann über zahlreiche Regler weiter in seinen Eigenschaften verändert werden um näher an den Orginalsound des Amps zu kommen oder ihm eine Neue Charakteristik zu verleihen.

Christoph Kemper ist mit seinem Produkt bereits für viel Auffesehens in der Fachpresse gesorgt und ist unter anderem für den prestigeträchtigen MIPA Preis in den Kategorien „Best innovative product and best amp head“ nominiert.

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ESP Gitarren

1975 gründete Hisatake Shibuya in Tokyo die Firma Electric Sound Products (ESP). ESP stellte Ersatzteile für Gitarren her und genoss bereits ein Jahr später einen hohen Ruf in der Gitarrenwelt Japans. Nach der Markteinführung der Produkte in den USA (1983) begann ESP damit, maßgefertigte Instrumente für lokale New Yorker Künstler zu fertigen. Darunter fanden sich namen wie Bruce Kulick & Vinnie Vincent (Kiss), Ronnie Wood (Rolling Stones) und Page Hamilton (Helmet).

1986 wurde George Lynch auf ESP aufmerksam und entwickelte zusammen mit der Firma sein Signature Modell die ESP Kamikaze. In den folgenden Jahren konnte ESP seine Position als Hersteller hochwertiger Metal Gitarren ausbauen und den Namen fest in der Gitarrenwelt etablieren. Unter der Serie LTD fertigt ESP günstige Varianten Ihrer Gitarren in Korea und Indonesien.

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